TurmKirche1

Taufstein

Der Taufstein, der wahrscheinlich als Schenkung des Landrentmeister Sibin Huybrecht nach Emlichheim gelangte, wurde restauriert und in seiner spätbarocken Fassung in der Kirche wieder aufgestellt. Sibin Huybrecht zeichnete verantwortlich für die jährliche Besoldung der Patres in Emlichheim in den Jahren 1710 bis circa 1740. Ein in einer Lederschatulle eingebundenes Notizbüchlein, beginnend mit Eintragungen aus dem Jahre 1721, gibt darüber beredtes Zeugnis.

Herr Dr. Große Boymann, der als Denkmalspfleger die Arbeiten überwachte, schreibt dazu: Bei dem Taufstein handelt es sich um ein barockes Exemplar, das in seiner geständerten Form aus drei Teilen besteht: Fuß, Schaft und Becken. Alle drei Teile sind architektonisch verkröpft und abgesetzt. Der Fuß besteht aus mehreren profilierten Leisten und Kehlungen und schnürt sich zum Schaft hin lisenenartig ein. Eine reichere Verkröpfung erscheint im Oberteil des Schaftes als Übergang zum Becken. Auf den vier Lisenenseiten bilden hängende und stehende Pflanzenblätter den harmonischen Übergang. Das Becken selbst zeigt runde, geschweifte Form, die aus einer Blätterschale entwickelt wird. Der Beckenrand selbst wird durch vorhangartige, farbig abgesetzte, heute restaurierte Gliederungen vertikal unterteilt. Auf der Vorderseite befindet sich in erhabenem Relief ein Allianzwappen mit Rankenrahmung, bekrönt von einer Grafenkrone. Das Allianzwappen zeigt eine Doppelunterschrift: Sibyn HUYBRECHT. Das Becken ist in seiner Originalfassung wieder hergestellt und nur an wenigen Stellen retuschiert. Der Farbkanon ist original.

Taufstein